Ice Cup Wien 2017
Hier mein kurzer Bericht über das Eisschwimmen in Wien.
Ice Cup, Wien, Conny Prasser
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Ice Cup Wien

skylineDie Austrian Ice Swimming Championships & Ice Cup an der Donauinsel sollte mein letzter Test vor der WM & German Open in Burghausen sein.

 

Nach einer herzlichen Begrüßung vieler Schwimmfreunde ging es zunächst wieder zum medizinischen Check, der dieses Mal erfreulicherweise schnell überstanden war. Ich habe mich kurzfristig auch noch für den 25m-Bewerb angemeldet, um möglichst viele Punkte für die Ice Cup-Wertung zu sammeln, auch wenn ich mich nicht als Sprinter bezeichnen würde. So ging ich also – quasi zum Warmwerden – zuerst für diese Strecke in die 4,5 C-warme Neue Donau. Es gab einen Start im tiefen Wasser – ähnlich wie bei manchen Triathlons. Weder solche Starts noch schnelles Sprinten waren bislang meine Stärke. Umso mehr freute ich mich über meinen hervorragenden 3. Gesamtplatz und Platz 1 der AK!

 

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Nach einer kurzen Pause ging es zusammen mit 30 anderen Schwimmern im Massenstart auf die 300m-Strecke – einmal quer über die Neue Donau und zurück. Stefan Hetzer (Trainer von Wandi) gab mir noch den Tipp, sich aus Schlägereien herauszuhalten – eine Verletzung kurz vor der WM wäre fatal. Recht hat er, aber das kenne ich ja vom Triathlon. Also sortierte ich mich ganz außen ein. Ich kam ganz gut zurecht, wurde auch nicht geschlagen. Ich hatte sogar schnelle (männliche) Füße vor mir, an denen ich mich gut orientieren konnte. Das Rennen lief fantastisch, letztlich schlug ich als 2. Frau auf der Zieltreppe an.

 

Die weitere Pause vor dem Hauptwettbewerb über 1.000m sollte ich nun zum Aufwärmen nutzen. Leider gab es aber im Wettkampfbereich kein warmes Örtchen. So verbrachte ich die Pause mit anderen Freunden in einem nahegelegenen griechischen Restaurant.

 

15541600_635999429940734_2069590707240293754_nGut gestärkt ging ich sodann zusammen mit acht anderen Frauen an den Start. Es ging über zwei Runden durch die Neue Donau. Auf den ersten Metern fühlte ich mich sehr gut, blieb sogar noch an der Spitzengruppe dran. Aber dann musste ich die ersten drei Frauen ziehen lassen. Ich bekam schon nach 300m starke Krämpfe in den Fingern – wie sonst eigentlich erst nach ca. 800m. Wahrscheinlich war ich doch noch nicht wieder richtig warm geworden und die Kälte saß schon beim Start in meinem Körper. Die Krämpfe weiteten sich dann noch in die Arme aus – an ein richtiges Schwimmen war nicht mehr zu denken. Was tun? Die erste Runde war fast geschafft – sollte ich lieber abbrechen? Nein, ich versuchte die zweite Runde noch. Mit den Krämpfen hatte ich mich arrangiert. Dagegen anzukämpfen, hat nicht geholfen, dadurch wurde es nur noch schlimmer. Wenn ich schon keinen Druck ausüben kann, dann erhöhte ich wenigstens
die Frequenz. Da das Wasser so klar war, dass ich den Grund sehen konnte, realisierte ich, was ich längst schon vermutete – ich kam kaum von der Stelle. Ich wunderte mich sogar, dass noch keine Rettungskräfte bei mir waren und mich rausziehen wollten. Die Lücke zu den drei Frauen vor mir wurde immer größer. So galt es, meinen Platz nach hinten abzusichern. Yasmine saß mir im Nacken. Ich schwamm so gut es ging die Runde zu Ende und konnte tatsächlich das Rennen noch als Vierte beenden. Im nachfolgenden Lauf war auch keine Frau schneller als ich. Stefanie und Birgit halfen mir aus dem Wasser und umsorgten mich auch danach noch rührend – vielen Dank nochmal dafür! Dass für mich bei diesem Schwimmen keine gute Zeit (17.01 min) rausgesprungen war, ist verständlich. Die Bedingungen waren eigentlich top – nicht allzu kaltes Wasser, keine schmalen Bahnen wie in Burghausen und auch keine Wenden. Und das Wasser bzw. die Strecke war – sagen wir mal – ausgesprochen „schnell“. Bei allen anderen purzelten die Bestzeiten nur so. Christof Wandratsch und Julia Wittig stellten sogar neue Weltrekorde auf.

 

pokale-1Alles in allem ein Sonntag mit gemischten Gefühlen und Ergebnissen – überraschend gute Leistungen über die kurzen Strecken, aber bei der Generalprobe vor der WM über 1.000m gepatzt. Dennoch bin ich für Burghausen zuversichtlich – dort findet der 1.000m-Wettbewerb als erster Wettkampf statt, so dass ich da noch warm und voller Energie an den Start gehen kann. Jetzt hole ich mir im Training noch den letzten Schliff. In diesem Sinne – Keep Frozen! Bis Burghausen!

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