Ice Cup Burghausen 2016
Meine Eindrücke, Erlebnisse und Ergebnisse beim Ice Cup in Burghausen
Ice Cup, Burghausen
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Ice Cup Burghausen 2016

Am vergangenen Samstag startete endlich in Burghausen die Eisschwimm-Wettkampf-Saison mit dem ersten Event des Ice-Cups. Nun sollte sich zeigen, ob sich das viele Training schon ausgezahlt hat.

 

Die letzten Tage vor dem Wettkampf verliefen bei mir leider nicht optimal, ich war beruflich viel unterwegs, konnte mich deshalb nicht optimal auf den Wettkampf vorbereiten. So kam ich auch erst am Vorabend kurz vor Mitternacht in Burghausen an.

 

Am Wettkampftag galt es nach einem reichhaltigen Frühstück zunächst, die ärztliche Untersuchung zu überstehen und die Erlaubnis fürs Schwimmen zu erhalten. Nach meinen abenteuerlichen Erfahrungen mit diesem Check in Murmansk war ich entsprechend nervös und verzichtete wohlweislich auf meinen morgendlichen Kaffee. Der Blutdruck war zwar immer noch recht hoch, aber ich konnte dies gegenüber der netten Ärztin mit meiner Aufregung begründen.  Ufff – das hätten wir also schon mal geschafft!  Jetzt muss ich also „nur“ noch schwimmen 😉

 

img_0215Ich hatte mich für insgesamt vier Wettkämpfe angemeldet. Los ging´s mit 1.000m Freistil. Die Wassertemperatur war mit 3,8 C recht frisch, aber nicht zu kalt. Gemeinsam mit Julia, Sarah Anne, Kerstin, Birgit und Anna stieg ich Punkt 11 Uhr in das kalte Nass. Die ersten beiden Plätze waren von vornherein vergeben an Julia und Sarah Anne, so dass ich um Platz 3 kämpfte – um nicht Vierte zu werden ;-). Zwischen mir und meiner ärgsten Konkurrentin lagen vier Bahnen – trotzdem hatte ich sie bei jeder Wende im Blick. Wir wendeten immer fast gleichzeitig – was mich zum einen riesig freute, da ich sie stärker eingeschätzt hatte – und mich zum anderen natürlich extra anspornte. Im Aqua Camp mit „Wandi“ hatte ich zwei Wochen zuvor schon einmal im Wettkampf-„Becken“ trainiert und vor allem an meinen Wenden und am „Geradeaus-Schwimmen“ gearbeitet. Dies sollte sich nun auszahlen, denn es ist keineswegs einfach, in den schmalen Bahnen, die in den See gespannt sind, ohne schmerzhaft die Leinen zu „küssen“, 40 x 25m zu absolvieren. Die Anzahl der noch zu schwimmenden Bahnen wurde uns immer angezeigt. Schon nach 20 Bahnen hatte ich eigentlich keine Lust mehr – nochmal so viel?! Aber dann kam ich in einen Flow und ich spulte Bahn für Bahn routiniert ab. Erst nach 900m kroch die Kälte wirklich stark in meinen Körper, so dass ich wirklich bis zum Ende kämpfen musste. Selbst bei der letzten Wende lag ich noch mit meiner Konkurrentin gleich auf – also gab ich auf der letzten Bahn nochmal alles – und schlug knapp zwei Sekunden vor ihr als Dritte im Ziel an! Die Freude war riesig – sowohl über die Platzierung als auch über meine Zielzeit. Ich war gegenüber der bei der German Open im Januar geschwommenen Zeit  um 100 Sekunden und gegenüber meiner in Holland aufgestellten Bestzeit um 28 Sekunden schneller und erzielte neue Weltbestzeit meiner Altersklasse:  16:28 Minuten!

 

Ob es an der Euphorie lag, dass ich – anders als sonst – danach gar nicht richtig zu zittern anfing? Es ging mir jedenfalls richtig gut und ich freute mich tatsächlich schon auf die beiden kommenden kurzen Strecken über 50m Brust und 50m Freistil, bei denen ich letztlich den 3. bzw. den 4. Platz belegen konnte.

 

Jetzt galt es, sich nochmal ordentlich in der Infrarot-Kabine aufzuwärmen und sich auf die abschließenden 500m vorzubereiten. Das sollte ich nun auch noch schaffen!

 

img_0172Bei diesem Wettkampf war ich dann allerdings doch schon sehr „müde“ und ich spulte die Bahnen im Wohlfühltempo ab. Ein richtiges Kämpfen oder Sprinten war nicht mehr möglich. Dennoch konnte ich auch über diese Distanz meine Bestzeit um 22 Sekunden auf 8.10 min verbessern und belegt so Platz 2! Irgendwie war es meinem Körper dann aber doch bissl zu viel. Ich fing im Aufwärmzelt extrem an zu zittern – so stark wie sonst eigentlich erst nach 15 Minuten Eisschwimmen. Wir wurden mit warmen nassen Handtüchern bedeckt – das tat gut. Allerdings verkrampfte mein Körper, insbesondere meine Hände, extrem. Nahezu jeder Finger stand in eine andere Richtung ab – für Außenstehende sicher belustigend, für mich aber arg beängstigend und schmerzhaft. Erst nach vielen Minuten – gefühlten Stunden – ließ dies in der Infrarot-Kabine nach…

 

Es war insgesamt ein sehr erlebnisreicher Tag. Ein großer Dank gilt den vielen Helfern und den Organisatoren! Die Generalprobe für die WM und die German Open im Januar ist Euch gelungen!

Nun freue ich mich schon auf den nächsten Wettkampf des Ice-Cups am 18.12. in Wien und natürlich auf die WM/German Open in Burghausen vom 6.bis 8.01.2017!

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